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                                          Buddhismus im Dialog zwischen Abendland und Asien (BDA-A)
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Buddhismus im Dialog zwischen Abendland und Asien (BDA-A)
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          Buddhismus im Dialog zwischen Abendland und Asien (BDA-A)
Dieses Projekt beschäftigt sich interkulturell mit dem Buddhismus.
Seine Zielsetzung ist es, den Buddhismus unter dem Gesichtspunkt der Ganzheitsorientierung auf Gehalte zu befragen, die für das Abendland relevant sind. Das heißt, intellektualistisch-scholastische oder exotische Aspekte des Buddhismus interessieren in diesem Arbeitkreis weniger. Die Erarbeitung der buddhistischen Tradition schließt eine gewisse Bewusstmachung des abendländischen Ausgangspunkts ein, soweit sie nicht Aufgabe des Projekts "Forum für integrative Kultur" ist. Der Arbeitskreisinitiator verfügt infolge  langjähriger  wissenschaftlicher (Indologie; Tibetologie) und existentieller Auseinandersetzung mit dem Buddhismus über das Rüstzeug für die Anregung  eines solchen offenen Langzeitprojekts. 
         Im Mittelpunkt dieses Arbeitskreises stand zunächst für sechs Jahre (2000-2006) die Erschließung wesentlicher Lehren des so  
        genannten  Großen Fahrzeugs (Mahāyāna) des Buddhismus, nämlich anhand eines mittelalterlichen Stufenwegtextes (Lamrim) von
        Gampopa (1079-1153).
Gemäß der Grundkonzeption des Arbeitskreises wurden diese Lehren zu vergleich­baren Gehalten der
        abendländischen spirituellen Tradition in eine dialogische Span­nung gesetzt. Dabei zeichnete sich bei aller Unterschiedlichkeit in vielem
        ein kultur­übergreifender, gleichsam universaler Horizont ab.

        Eine Veröffentlichung der so in einem ersten Schritt gewonnenen Erträge des Arbeitskreises ist in Vorbereitung.


       Nach einer längeren Pause ist nun ab März 2015 eine zweite Phase in der Erarbeitung des Buddhismus vogesehen: die intensive
       Beschäftigung mit den frühen, vor allem in Pāli- und chinesischer Übersetzung vorliegenden Lehrreden, die noch eine große Nähe zum
       geschichtlichen Gestalt des Buddha Gautama atmen. Die Notwendigkeit dafür ergibt sich aus der Einsicht, dass eine Aufarbeitung 
       wesentlicher Aspekte des Buddhismus und seiner Auslegung im Abendland an einem ehrlichen Bemühen um eine gebührende
       Berücksichtigung seines Stifters nicht vorbeikommt.


       Dass diese Aufgabe trotz der überragenden Persönlichkeit des historischen Buddha nicht selbstverständlich ist, belegen Jahrtausende der
       Buddhismusrezeption in ver­schiedenen Ländern und Kulturkreisen. Z.B. enthält etwa der tibetisch-buddhistische Kanon nur sehr wenige
       der alten, dem Buddha Shakyamuni zugeschriebenen Lehr­reden (Sūtras)[1], die zudem, wenn überhaupt, auch oft nur noch in
       Kommentaren studiert werden. Z
war bedeutet das nicht immer, dass die entsprechende Theorie und Praxis bud­dhistischer Grundlehren
       weniger authentisch ist. So interpretiert der tibetische Buddhismus die vom historischen Buddha unmissverständlich als Essenz seines
       Dharma (Weisheitslehre) hingestellten „37 zum spirituellen Erwachen (Erleuchtung) führenden Faktoren“ ihrem Zusammenhang nach viel
       plausibler als etwa der Thera­vāda.[2]


       Dennoch bleiben die frühen Lehrreden für das grundlegende Verständnis des Bud­dhismus und seiner Gründergestalt unverzichtbar. Sonst
       bestünde die Gefahr, dass die buddhistische Weisheitslehre in Schulen und Sekten auseinanderfällt und ihre gemeinsame einheitliche
       Basis verliert.

 
       Insgesamt soll also die nun anstehende zweite Phase des Arbeitskreises sowohl die Kenntnis der historischen Wurzeln des Buddhismus
       wie seine Interpretation im Dialog mit dem Abendland fördern. Damit ließe sich ein Bruch in der europäischen Buddhismusauslegung
       vermeiden bzw. korrigieren, was allerdings eine anspruchs­volle Aufgabe darstellt. Gegenüber einer mönchisch-asketischen und eher stark
       an der Weltüberwindung im Nirvāa orientierten Haltung des frühen Buddhismus bleibt das Anliegen im Mahāyāna berechtigt, der
       verantwortlichen Hinwendung zum Ande­ren, mithin zu Erde und „Welt“ stärkeres Gewicht zu geben. Der Arbeitskreis setzt dabei zunächst
       bei für den innerweltlichen Weg bedeutsamen Texten an. Später werden dann höhere Aspekte des spirituellen Wegs aufgrund
       ausgewählter Lehrreden einbezogen.


       Es sei unterstrichen, dass der Arbeitskreis primär auf eine freie philosophische, d.h. nicht notwendig religiös-konfessionelle Auseinander-
       setzung mit Gehalten der Tradi­tion und deren eventuelle Aneignung, zielt. Der Arbeitskreis ist also keine Religionsveranstaltung, aber die
       Auswertung seiner Ergebnisse im Sinne einer europäischen  Buddhismusinterpretation steht jedem offen.
       Andererseits werden dabei, wo nötig und für eine Klärung hilfreich, auch wissenschaftliche Aspekte der Buddhismusforschung einbe­-
       zogen; doch der Arbeitskreis ist in erster Linie keine akademische Angelegenheit, sondern soll Orientierungen in der Weltanschauung und
       Lebenspraxis anregen helfen. 


          Der Aufbau der einzelnen Sitzungen gestaltet sich, sobald die räumlichen Möglichkeiten dazu bestehen, möglicherweise wie früher
          folgendermaßen:

          Teil I: 
          - Leibübungen unter Anleitung, ca. 15 Min.
          - kurze Textlesung oder  o.ä. mit anschließender Meditation in Stille, ca. 15 Min.


          - Teil II: - Vortrag oder Textarbeit und Gedankenaustausch zu einem jeweiligen vereinbarten Schwerpunkt, ca. anderthalb Stunden


        Der Teil I mit den Leibübungen und der Meditation kann unabhängig von dem  II. Teil besucht werden. Für den II.Teil werden bisher im 
        Arbeitskreis erarbeitete Kenntnisse nicht unbedingt vorausgesetzt. Eine gewisse kontinuierliche Teilnahme ist aber sinnvoll. Um sie zu
        garantieren, werden die Vorträge bzw. Textbesprechungen in die Mediathek dieser Homapage gesetzt und können dort nachgehört
        werden.
        Neue Teilnehmer mit Interesse an den jeweils bearbeiteten Themen sind jedoch auch willkommen. Auf hin und wieder eventuell
        organisierte Vorträge wird besonders hingewiesen.


       (Vorläufiger) Veranstaltungsort: Psychologische Praxis, Düppelstr. 22 (hinter Bochumer Hbf. etwa 150m vom Café Ferdinand entfernt,
       rechts)

       Zeit: Der Arbeitskreis findet in der Regel außer in den Schulferien vierzehntägig mittwochs von 19.30-21.30 (BDA-A) statt. Die genauen  
            Termine sind mit der Anmeldung bei der unter Kontakt angegebenen Telefonnummer zu erfragen.


   

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     Vorschau (der Vollständigkeit halber):

      Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden später in einem dritten Schritt des Arbeits­kreises Aspekte des buddhistischen Tantrismus (Vajrayāna)
      erarbeitet. Diese Spätform des Buddhismus enthält fraglos viele ganzheitsorientierte Lehren und Praktiken, die aber einer gründlichen 
      Aufarbeitung bedürfen. Denn eine entsprechende Erschließung und harmo­nisch-spannungsvolle Integration in den übrigen Buddhismus
      steht – auch wissen­schaftlich gesehen – heute noch aus.



[1] Literatur dazu siehe: Colsman, M.: Bewusstsein, … Bochum: FGL-Verlag, 2011, S. 232, Anm. 91.

[2] Vgl. aaO, 193ff.





- Links zur allgemeinen Information über den Buddhismus siehe: www.buddhismus.de

Dort finden Sie auf der Eingansseite unter "LInksammlung" --> "Buddhistische Tagespresse" Hinweise zu TV-Sendungen zum Buddhismus, Meditation u.a.

Link zur asiatischen Philosophie: www.Asiatische-Philosophie.de

         
          Links zu Tibet:              
                                             tibetfahne
 
          1. Link zur Deutschen Tibethilfe e.V., die sich karikativ für die Tibeter einsetzt:  www.tibet.org/Resources/TSG/Groups/deutsche.hilfe.html

          2. Link zu Tibet Online:www.tibet.org

 
          3. Link zur Tibet-Initiative Deutschland (TID), die sich für die Menschenrechte in Tibet auch politisch einsetzt: www.tibet-initiative.de


         

  

     
                                                                                              


































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